Fragen zur Einrichtung einer Instanz und zum Arbeitsalltag, jeweils mit Verweis auf die passende Seite. Fehlerbilder mit Lösungsschritten stehen unter Fehlermeldungen & Problemlösungen.
Umdeckung
Welche Termine setzt Praecura, wenn beim Anlegen kein Datum übergeben wird?
Praecura rechnet vom Versicherungsende des Fremdvertrags aus, sofern der Umdeckungsprozess nichts anderes vorbelegt:
| Termin | Standardwert |
|---|---|
| Kunde informieren am | 4 Monate vor Versicherungsende |
| Widerruf bis | 3 Wochen nach „Kunde informieren am“ |
| Wird umgedeckt am | 4 Wochen vor Versicherungsende |
| Kontaktweg | E-Mail, wenn eine E-Mail-Adresse vorliegt, sonst Brief |
Ohne auswertbares Versicherungsende entstehen keine Termine. Sie müssen vor dem Planen am Kandidaten gesetzt werden. Details unter Umdeckung.
Wie bekommen einzelne Verträge abweichende Termine?
Termine beim Anlegen eines Laufs gelten für alle Kandidaten des Laufs. Abweichende Termine, etwa für ein Sammelanschreiben zu einem Stichtag, kommen mit den Quelldaten des Offlinevertrags und werden beim Import je Vertrag zugeordnet. Ein Lauf kann so unterschiedliche Termine enthalten.
Was passiert mit Verträgen, deren Termin „Kunde informieren am“ in der Vergangenheit liegt?
Sie fallen beim Import auf und müssen vor dem Planen korrigiert werden. Ein Export der Kandidatenliste vor dem Produktivstart zeigt solche Verträge und fehlende Versicherungsenden rechtzeitig.
Wie werden Kandidaten einem Sachbearbeiter zugeordnet?
Über den Namen des Laufs. Bewährt hat sich ein Lauf je Sachbearbeiter und Produkt, die Kandidatenliste lässt sich nach Lauf filtern. Alternativ die Offlineverträge vor dem Import mit einem Label markieren.
Anschreiben und Dokumente
Welche Unternehmensangaben stehen auf den Kundenanschreiben?
Die Fußzeile von Anschreiben und Policendokumenten führt:
Gesellschaftsname laut Handelsregister und Anschrift des Sitzes,
Registergericht und HRB-Nummer,
Vermittlerregisternummer nach § 34d GewO,
Geschäftsführung in der gewünschten Reihenfolge,
Steuernummer, Versicherungssteuernummer und ggf. USt-IdNr.,
Bankverbindung mit IBAN, BIC und Institut,
Website, zentrale Rufnummer und zentrale E-Mail-Adresse.
Weichen Registername und Markenauftritt ab werden beide hinterlegt. Die Website-URL wird gesondert abgefragt, weil sie oft von der E-Mail-Domain abweicht.
Wo steht das Logo im Anschreiben?
Anschreiben: links das Logo der Gesellschaft, rechts optional das Logo einer Organisation (Co-Branding).
Policendokumente: Logo der Gesellschaft zentriert.
Schrift und Farben richten sich nach dem Briefbogen der Gesellschaft. Ein abweichendes Layout, etwa ein Logo oben rechts, ist eine Individualisierung und sollte früh geklärt sein, damit es die Abnahme nicht aufhält.
Wer steht als Ansprechpartner im Briefkopf?
Die Gesellschaft mit zentraler Rufnummer und E-Mail-Adresse, am besten ein Sammelpostfach für alle Sachbearbeiter, z.B. kundenservice@. Viele Häuser richten für Umdeckungen eine eigene Rufnummer ein. Beides muss vor dem ersten Versand erreichbar sein.
Welche rechtlichen Informationen müssen vor dem ersten Anschreiben erreichbar sein?
Die Abschlussstrecke verweist auf eine öffentliche Seite „Rechtliche Informationen“ der Gesellschaft, z.B. www.ihre-domain.de/rechtliche-informationen/, mit:
Erstinformation nach § 15 VersVermV,
Beratungsverzicht,
Maklerauftrag bzw. Maklervollmacht,
Datenschutzhinweise.
Die URL muss stabil bleiben. Die Seite erstellt die Website-Betreuung der Gesellschaft. Das dauert erfahrungsgemäß am längsten, deshalb sollte man es früh anstoßen.
Organisationen und Bestand
Wie bilden wir mehrere Gesellschaften unter einem Dach ab?
Über Organisationen. Eine Organisation tritt im Namen der übergeordneten Gesellschaft auf, mit eigenem Logo und eigenen Details.
Der Bestand wird je Organisation getrennt geführt. Beim Import der Offlineverträge muss die Organisation des Kunden mitgegeben werden, ein späterer Import ändert sie nicht.
Die Fußzeile weist eine Bankverbindung aus. Bei eigenem Inkassokonto je Gesellschaft bleibt ein gemeinsames Konto oder eine Individualisierung. Die Zahl der Inkassokonten sollte vor der Einrichtung feststehen.
Woran erkennt Praecura den Versicherer eines Fremdvertrags?
An der VU-Nummer im Fremdvertrag, die bei der Versicherungsgesellschaft in den Basisdaten hinterlegt sein muss. Wird der Gesellschaftsbestand aus dem AMS mit dem vorhandenen zusammengeführt, vorher festlegen, welche Quelle bei Abweichungen gilt. Greift die Zuordnung nicht, hilft Fehlermeldungen & Problemlösungen.
Einrichtung und Releases
Was braucht eine neue Instanz, bevor Angebote und Abschlüsse möglich sind?
Die Zugänge der Versicherer für die Tarifierung, ohne sie rechnet Praecura keine Produkte. Für Neuabschlüsse kommt die Rückanbindung an das AMS hinzu, spätestens zu den ersten Umdeckungen.
Wie läuft die Abnahme bis zum Produktivstart?
Gesellschaftsdaten, Steuer, Bankverbindung und Branding im Testsystem hinterlegen.
Musteranschreiben je Produkt exportieren und von der Gesellschaft freigeben lassen.
Abnahme-Checkliste gemeinsam durchgehen.
Testumdeckungen durch die Fachabteilung durchführen lassen.
Schriftliche Freigabe einholen, dann Release ins Produktivsystem.
Seite „Rechtliche Informationen“ und Unterschriften spätestens vor dem ersten Anschreiben bereitstellen.
Wann kommen Änderungen aus Feature-Requests in Produktion?
Zuerst in die Testsysteme, mit dem nächsten offiziellen Release in die Produktivsysteme. Konfigurationen wie die Vorteilstexte lassen sich direkt im Produktivsystem ändern.